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Brustkrebs-Lexikon

Mit freundlicher Unterstützung der

- Buchstabe P -

Quellen, Autor und Copyright siehe unten

Paclitaxel: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Paclitaxel)

Paget-Karzinom: Der Morbus Paget der Brust ist eine besondere klinische Erscheinungsform eines intraduktalen oder eines infiltrierenden duktalen Karzinoms. Zeigt sich durch schuppende Rötung der Brustwarze und/oder des Warzenhofes. Bei Verdacht Abklärung durch Biopsie.

palliativ: lindernd. Die palliative Therapie hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines Krebspatienten nicht mehr möglich ist. Im medizinischen Bereich stehen eine intensive Schmerztherapie und die Kontrolle anderer krankheitsbedingter Symptome im Vordergrund.

palliative Maßnahmen: Maßnahmen zur Linderung von Symptomen.

Palliative Therapie: Eine krebshemmende Therapie, die vorrangig auf die Erhaltung bzw. Verbesserung der Lebensqualität abzielt. Sie ist zu unterscheiden von der kurativen Therapie, die primär die Heilung zum Ziel hat.

palpabel: tastbar.

Palpation: Abtasten der Brust nach Knoten.

Pap: Zellabstrich und Färbung nach Papanikolao. Am Häufigsten angewandt beim Zellabstrich des Muttermundes.

Papillome: gutartige Wucherungen in Milchgängen (=Milchgangspapillom) und/oder Drüsenläppchen. Entarten selten bösartig (ca. 10-15%), häufig mehrfach vorkommend (Papillomatose). Auch im zahlreichen anderen Organen/Geweben vorkommend. Oft Ursache für Sekretion (Flüssigkeitsabsonderung) aus der Brust, insbesonders einseitig und blutig (Galaktorrhoe). Äbklärungsbedürftig durch Abstrichuntersuchung (Zytologie) bei klarer (einseitiger) Sekretion. Bei blutiger Sekretion zumindest Abstrichuntersuchungen in regelmäßigen Abständen. Ggf. auch Galaktographie.

Paramedizin: Im Gegensatz zur Schulmedizin offiziell nicht anerkannte medizinische Maßnahme, da ihre Wirksamkeit mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht nachzuweisen ist.

Parameter: Merkmal.

Parameter: Meßgröße.

Paraplatin: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Paraplatin)

parenteral: Unter Umgehung des Magen-Darm-Kanals, z. B. intravenöse Ernährung.

Partizipation: Teilhabe, Teilnahme.

Partizipative Entscheidungsfindung: Einbinden der Betroffenen in Entscheidungen auf der Basis verständlicher und vollständiger Informationen.

Pathologe: Arzt, der u.a. entnommenes Gewebe und Zellen auf krankhafte Veränderungen untersucht.

Pathologie: Lehre von Krankheiten in Zusammenhang mit der Untersuchung von Gewebe und Zellen unter dem Mikroskop (vergl. Histologie, Zytologie ).

pathologisch: krankhaft.

Pektoralismuskeln: es gibt zwei Brustmuskeln, den kleinen und den großen Brustmuskel (M. pectoralis major und M. pectoralis minor). Die Brustdrüse liegt zu großen Teil auf dem großen Brustmuskel. Dieser wurde früher bei der Mastektomie mit entfernt (Radikale Mastektomie), heute evtl. teilweise und nur in besonderen Fällen.

periductal myxoid: - transformiertes Stoma: in der Pathologie: schleimig umgewandeltes Stützgewebe um die Milchgänge. Hat keine besondere Krankheitsbedeutung.

perkutan: durch die Haut, von außen.

PET: Abkürzung für Positronen-Emissions-Tomographie; (bisher selten durchgeführte) Untersuchung, bei der über die Aufnahme einer radioaktiv markierten Substanz und ihren nachfolgenden Stoffwechsel ein Bild des Körpers oder einzelner Abschnitte angefertigt wird. Tumoren und/oder Metastasen weisen meist einen gegenüber gesundem Gewebe erhöhten Stoffwechsel auf und heben sich dadurch in dem tomographischen Bild vom gesunden Gewebe ab.

mehr siehe: Brustkrebs-Diagnostik (PET)

Phlebitis: Venenentzündung.

Physiotherapie: Behandlung von Krankheiten mit naturgegebenen Mitteln wie Wasser, Wärme, Licht und Luft.

physisch: körperlich.

Phytoöstrogene: Östrogen pflanzlichen Ursprungs.

mehr siehe: Risikofaktoren (Hormontherapie nach den Wechseljahren)

Phytotherapie: Behandlung mit Medikamenten pflanzlicher Herkunft.

Pick–off: Bezeichnung für eine Gruppe von Artefakten im Mammogramm: Ausrisse aus der Emulsionsschicht, die durch einen unsauberen Filmverarbeitungsprozess entstehen und sich als winzige weisse Punkte , ähnlich dem Mikrokalk , auf dem Mammographiefilm darstellen. Werden von Unerfahrenen Untersuchern gelegentlich als Mikrokalk fehlgedeutet.

Pigmentation: Einlagerung von Körperfarbstoffen in die Zellen der Haut, z. B. nach Bestrahlung der Brust. Auch durch Sonne.

Pigmentmal: Leberfleck, Muttermal.

Pixel: Bildelement, Bildpunkt (engl.: picture element, „pixel“), aus denen sich ein digitales Bild zusammensetzt. Je mehr Pixel ein Bild pro Breite bzw. Höhe hat, desto höher ist die Auflösung, d.h. die Detailerkennbarkeit ist besser und das Bild wirkt schärfer.

PKV: private Krankenversicherung.

Plastische Chirurgie: Sie befaßt sich unter anderem mit Wiederaufbauplastiken bzw. Rekonstruktionen der amputierten Brust. In der plastischen Chirurgie wurden in den letzten Jahren beträchtliche Fortschtitte erzielt. Sie sollten sich nur von einem in der plastischen Chirurgie erfahrenen Chirurgen oder Gynäkologen beraten und operieren lassen.

Plastische Operation: Funktions- oder formverbessernde Eingriffe. Die plastische Chirurgie beschäftigt sich mit der Verbesserung von Körperformen und -funktionen und war mit Kiefer- und Gesichtskorrekturen ursprünglich Teil des Fachgebietes Mund-, Kiefer- Gesichtschirurgie. Heute an der Brust auch von vielen Gynäkologen durchgeführt. Einerseits aus ästhetischen Gründen (plastisch-ästhetische Chirurgie) oder zur Rekonstruktion von durch Krebsoperationen entstandenen Defekten an der Brust. Vor einer P-Operation kann es sinnvoll sein, einen von der Operation unabhängigen zweiten Rat einzuholen.

Plateau-Test (-Phänomen): Einziehung über tastbaren Tumoren beim Zusammenschieben der Haut mit den Fingern (-Test). Als Selbsuntersuchung oder durch ärztliche Untersuchung. Zeichen für Verbindung des Tumors mit der Haut. Typisch für bösartige Tumoren, aber auch bei Zysten. Ist eine Hauteinziehung spontan sichtbar oder tritt sie beim Anheben der Arme auf: Spontanretraktion (= -einziehung) oder Plateauphänomen.

Platiblastin: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Platiblastin)

Platinex: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Platinex)

Platinkomplexe: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Platinkomplexe)

Platinol: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Platinol)

Plattenepithelkarzinom: Karzinom, das Formationen aufweist, die an die Zellschuppen der Haut erinnern. An der Brust sehr selten.

Pleura: Lungenfell, überzieht die Lunge und kleidet den Brustkorb von innen aus.

Pleuraerguß: krankhafte Flüssigkeitsansammlung im Pleuraspalt zwischen Lunge und Brustkorb. Bei Tumorerkrankungen meist infolge von Metastasen in der Lunge oder der Pleura.

Pneumozystographie: (grie. pneu Luft) mammographische Zusatzverfahren , Darstellung eines Zystenraumes ( hier in der Brust ) mit Luft, nachdem der ursprüngliche Inhalt abpunktiert wurde zur Beurteilung der Zystenwände. Durch die Luftfüllung soll ein Reiz zur Rückbildung der Zyste angeregt werden. Heute ersetzt durch die Sonographie vor der Zystenpunktion, die Luftbefüllung nach der Punktion zur Verödung der Zyste ist üblich.

Poland-Syndrom: angeborene Mißbildung, bei der die Brustentwicklung auf einer Körperseite ausbleibt.

Polychemotherapie: Eine Chemotherapie, bei der - im Gegensatz zur Monotherapie -mehrere Medikamente miteinander kombiniert werden.

polygen: auf mehrere Gene zurückzuführen.

Polymastie: eigentlich »viele Brüste«, im eigentlichen Sinne meist nur eine Extrabrust, die häufig relativ unauffällig ist.

polymorph (grie ): vielgestaltig, von unterschiedlichster Form. In der Mammographie Eigenschaft von Kalk.

Polypen: gutartige Wucherungen, in der Brust selten.

Polythelie: (grie. poly viel/ thele Brustwarze) Ausbildung einer oder mehrere (überzähliger) Brustwarzen ohne Anlage von Drüsenparenchym.

polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe: Mehrfach periodisch auftretende, vom Benzol abgeleitete, aus Kohlen- und Wasserstoffatomen bestehende Moleküle (giftig!).

Positiver Vorhersagewert, positive prediktive value, ppV: Statistischer Begriff für die richtige Vorhersage einer Diagnose. Bezeichnet den Wert der richtigen Diagnosen im Verhältnis zur Summe der richtig positiven plus der falsch positiven Diagnosen. Größe des ppV wird bestimmt durch die Anzahl der falsch positiven Diagnosen. Je größer die Anzahl der falsch positiven Diagnosen, desto kleiner und damit schlechter ist der Vorhersagewert. Ist der wichtigste Wert für Treffsicherheit eines diagnostischen Verfahrens oder einer Summe von Verfahren. Beispiel: von 100 unter Brustkrebsverdacht operierten Frauen haben 90 tatsächlich Brustkrebs, 10 haben einen gutartigen Befund (falsch positiv). PpV: 90 von 100= 90%. Dieser Wert ist für Brustkrebsoperationen anzustreben, und kann durch qualitativ hochwertige Diagnostik incl. Biopsie vor der Operation erreicht werden. Tatsächlich liegt er z.Zt. in D im Durchschnitt deutlich unter 50%. Dadurch werden jährlich ca. 100000 Frauen in D an der Brust operiert, die gar keinen Brustkrebs haben (diagnostische Gewebeentnahmen).

mehr siehe: Früherkennung (Mammographie-Screening), dort sind die Begriffe an Beispielen anschaulich erklärt.

post: Vorsilbe: nach.

Postmenopause: Zeitabschnitt nach dem Aufhören der Regelblutung in den Wechseljahren (siehe Menopause ).

postoperativ: nach der Operation auftretend, einer Operation folgend.

postoperative Behandlung: Behandlung nach einer Operation.

prae: Vorsilbe: vor.

prädisponierend: eine Krankheit begünstigend.

Präkanzerose/präkanzerös: Gewebeveränderung, die zu bösartiger Entartung neigt: Krebsvorstufe, die zu Krebs führt bzw. führen kann, aber nicht muss. Prinzipiell noch rückbildungsfähig. muss behandelt werden, bildet (noch) keine Metastasen.

präklinisch: vorklinisch, vor der klinischen Behandlung.

Prämenopause: Zeitabschnitt vor dem Aufhören der Regelblutung in den Wechseljahren (siehe Menopause ).

Präparateradiologie: Röntgenuntersuchung eines bei einer Operation herausgenommenen Gewebestücks (=Präparat). Kontrolle, ob der (nicht tastbare) in der Mammographie verdächtige (unklare) Bezirk komplett entfernt wurde. muss obligat während der Operation von z. B. Mikrokalk durchgeführt werden.

Prävalenz: (epidemiologisch:) Häufigkeit einer Krankheit in einer Population (z. B. Frauen in D) zu einem bestimmten Zeitpunkt. Als Perioden-Prävalenz auf einen bestimmten Zeitraum bezogen. Vergl. Inzidenz .

Prävention: vorbeugende Maßnahmen.

Präzision: Genauigkeit.

primär: an erster Stelle stehend, zuerst, erste.

Primärtherapie: Wichtigster erster Behandlungsschritt (Haupttherapie). Danach erfolgt die adjuvante Therapie .

Primärtumor: Die zuerst entstandene Geschwulst, von der Metastasen ausgehen können.

Probeentnahme: S. Biopsie.

Progesteron: Gelbkörperhormon, wichtigstes natürliches, von den Eierstöcken produziertes Gestagen, das in Zusammenwirken mit bzw. nach vorheriger Einwirkung von Östrogenen an der Regulation nahezu aller weiblichen Fortpflanzungsorgane beteiligt ist.

Prognose: Zukunftsaussichten, voraussichtlicher Krankheitsverlauf. Vorhersage einer zukünftigen Entwicklung (z. B. eines Krankheitsverlaufes) aufgrund kritischer Beurteilung des Gegenwärtigen.

Prolaktin: Hypophyse nhormon, das die Produktion von Progesteron in den Eierstöcken und die Milchbildung stimuliert.

Proleukin: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Proleukin)

Proliferation/proliferieren: Wachstum, wachsen von Zellen/Geweben. z. B. proliferierende Mastopathie = wachstumsaktive Mastopathie, (noch) keine Krebsvorstufe, kein erhöhtes Entartungsrisiko . Proliferiert die Mastopathie mit Atypien ist das Entartungsrisko erhöht.

Proliferationsaktivität: Wachstumsaktivität des Tumorgewebes. Wird als Proliferationsindex MIB1 angegeben.

Proliferationsindex: siehe MIB1 .

Prophylaxe: Verhütung von Krankheiten; Vorbeugung gegen Krankheiten.

Prostamustin: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Prostamustin)

Prothese: Künstlicher Ersatz eines amputierten,fehlenden Körperteils. An der Brust die Kunstoffeinlage bei einer Plastischen Operation.

Provera: Medikament zur Krebsbehandlung.

mehr siehe: Brustkrebs-Therapie (Provera)

psychisch: seelisch.

Psychoonkologie: psychische Betreuung Krebskranker durch speziell geschultes Personal, i.d.R. Psychologen, meist in der Klinik, aber auch in ambulanten Einrichtungen. Buchtipp.

Psychosomatik: Beziehung zwischen seelischen Vorgängen und körperlichen Funktionen.

Ptosis, ptotisch: Herabhängen, durch Gewicht und/oder schlaffes Bindegewebe hängende Brüste, z. B. bei älteren Frauen.

Punch-Biopsie: Biopsie, bei der ein winziges Hautstück mit darunterliegendem Brustgewebe entnommen wird. Besonders bei Verdacht auf Morbus Paget und inflammatorischem Karzinom .

Punktion: Entnahme von Zellen aus Tumoren oder Flüssigkeiten aus dem Körper durch Einstich mit einer Hohlnadel zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken. An der Brust vor allem zur Entleerung von Zysten und als Biopsiemethode zur Diagnosestellung (Feinnadelpunktion).

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Stand: 19.8.2009


Autor und Copyright:
Dr. H.-J. Koubenec, Berlin © 1999-2009(Impressum)
Weiterverwendung, auch von Teilen, nur mit Genehmigung des Autors.

Quellen: 
Eigenwissen unter Verwendung des Glossars der Deutschen Krebshilfe, von Fachbüchern, von Brust- und Brustkrebsbüchern sowie Lexika und Wörterbüchern.

Hinweise:
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